Entlassungsmanagements. Auf allen Stationen arbeiten Pflegekräfte, die durch klinikinterne
Weiterbildungsmaßnahmen zu Wund- und Dekubitus Pflegeexperten ausgebildet wurden.
● Sturzprophylaxe: Bei der stationären Aufnahme erfolgt für jeden Patienten eine Risikoeinschätzung
in Form einer Sturzrisikoerfassung. Daraus abgeleitet werden die entsprechenden Maßnahmen
festgelegt und eingeleitet. Jeder sturzgefährdete Patient erhält ein Merkblatt mit Hinweisen zur
Sturzvermeidung. Jeder Sturz eines Patienten wird elektronisch erfasst. Im Jahre 2012 wurden
1147 Sturzereignisse erfasst, ausgewertet und Möglichkeiten zur Vermeidung diskutiert.
● Entlassungsmanagement: Mit Abschluss der stationären Krankenhausbehandlung endet nicht
gleichzeitig der Versorgungs- und Pflegebedarf beim Patienten. Jeder Patient erhält bei Bedarf eine
professionelle Überleitung in den ambulanten Bereich oder in nachgeordnete Reha- oder
Pflegeeinrichtungen. Leistungen dieser Art werden auch über unsere Tochtergesellschaft, der St.
Georg Nachsorge und ambulante Pflege GmbH, angeboten. Verantwortlich für die Überleitung ist
ein Team aus hauseigenen Sozialarbeitern und Pflegekräften. Regelmäßige Rückmeldungen,
Treffen mit Versorgungspartnern und Kostenträgern dienen der Optimierung des
Entlassungsmanagements und der Zufriedenheit der Patienten und Angehörigen.
● Schmerzmanagement: Zur Erweiterung des medizinisch hochwertigen Leistungsangebotes im
Klinikum wurden Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen des Schmerzmanagements geschaffen. Es
handelt sich dabei um eine integrierte Versorgung nach § 140 a ff. SGB V - interdisziplinäre
Schmerztherapie für chronische Schmerzpatienten. Die Behandlung ermöglicht eine indikations-
und bedarfsgerechte Versorgung chronischer Schmerzzustände aller Schweregrade. Gemeinsam
mit dem Patienten werden Behandlungskonzepte erarbeitet und Anleitungen gegeben, die eine
weitgehende Schmerzreduktion möglich machen. Die Behandlungen erfolgen je nach Schweregrad
der Erkrankung in:
● Der Schmerzambulanz als zentrale Behandlungsstelle für alle Patienten mit akuten oder
chronischen Beschwerden.
● Der Tagesklinik (teilstationäre Behandlung) bei fortgeschrittener Chronifizierung mit
beträchtlichen Auswirkungen der Schmerzen auf das tägliche Leben.
● Der stationären Behandlung für Patienten mit schweren Schmerzerkrankungen, die
nach einem individuellen Therapieplan eine medizinische, psychologische und
physiotherapeutische Behandlung erhalten. Im stationären Bereich werden von den
Pflegekräften 2x täglich die Patienten nach Schmerzen und deren Schweregrad befragt
und die Ergebnisse dokumentiert. Daraufhin erhalten die Patienten eine individuell
abgestimmte Schmerztherapie.
Selbstbewertung in Form von internen Audits
(strukturierte Begehungen)
In allen zertifizierten Struktureinheiten werden geplant strukturierte Begehungen (Audits) durchgeführt.
Beispielsweise wurden im Zuge der Vorbereitung aller externen Audits im Jahr 2012 (durch den TÜV Süd
und der Deutschen Krebs Gesellschaft/OnkoZert) in den medizinischen Fachbereichen des
Nordwestsächsisches Brustzentrum, der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, in allen
medizinischen Kernfachbereichen und bei den Kooperationspartnern, unter der Leitung der Abteilung
Qualitätsmanagement und Organisation, interne Audits durchgeführt. Die Vorgabe war eine
systematische, den Forderungen aus der Norm DIN ISO EN 9001:2008 entsprechende Untersuchung, ob
die Zielstellungen, bezüglich der getroffenen qualitätssichernden Maßnahmen, im Berichtszeitraum
tatsächlich verwirklicht wurden. Im Verlauf der internen Audits, konnten Hinweise zur Qualitätssicherung
und zur Forcierung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in den medizinischen Fachbereichen
gegeben werden.
Begehungen zur internen Qualitätssicherung
Die Begehungen der klinischen Fachbereiche unter Leitung der Abteilung Klinische Krankenhaushygiene,
konzentrieren sich auf die Einhaltung der internen Regelungen des Hygieneordners sowie auf die
Umsetzung der gesetzlichen Normen und Vorschriften aus den teilnehmenden Fachgruppen, wie
Arbeitssicherheit, Einkauf/Wirtschaft, Medizintechnik, Pflegedienstleitung und des Betriebsrats. Die
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