● Das Klinikum hat sich mit dem Konzept „Telemedizinisches Kardionetzwerk Westsachsen“ für
Fördermittel der EU beim Freistaat Sachsen im Bereich der Telemedizin beworben und diese im
Dezember 2012 erhalten. Die kardiologische Überwachung der Patienten funktioniert dabei
vierstufig. Die Implantate speichern fortwährend alle wichtigen Daten des Implantats selbst und des
Herzens. Das Implantat sendet die gespeicherten Daten über eine Basisstation an ein
Rechenzentrum. Alle relevanten Daten des Patienten werden über ein Monitoringsystem von
erfahrenen Kardiologen überwacht. Bei für den Patienten kritischen Situationen werden der
nachsorgende Facharzt und der Patient informiert und Handlungsempfehlungen ausgesprochen.
Ein Pilotprojekt „Screen-ID“ wurde in Kooperation mit dem Translationszentrum für Regenerative
Medizin Leipzig (TRM) gestartet. Mit einem Bluttest bei Neugeborenen sollen lebensbedrohliche
Störungen der Immunabwehr systematisch festgestellt werden.
● Kuschel-Blick-TV: Das Klinikum St. Georg hat sich in der Kategorie „Bestes Geburtshilfemarketing“
mit dem Projekt „Kuschelblick - TV“ beworben und wurde von der Jury nominiert. Dabei handelt es
sich um ein individuelles Angebot für Familien von kranken oder zu früh geborenen Babys und wird
auf der neonatologischen Intensivstation des Klinikums angeboten. Neben den direkten Besuchen
ihres Babys auf der Krankenstation gibt es den betroffenen Familien die Möglichkeit, ihr Kind via
Internet rund um die Uhr und von jedem Ort aus zu betrachten. Somit wird das Neugeborene von
Anfang an in den Familienverband integriert, um ein Stück Normalität in einem besonders schweren
Lebensabschnitt zu bringen.
D-2.2 Messung und Evaluation der Zielerreichung
Bezogen auf die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung in
den Fachbereichen entwickelt. Für die Messung der Ergebnisqualität sind das zum Beispiel die
Kennzahlen und Indikatoren der externen Qualitätssicherung.
Gute Aussagekraft und Messbarkeit haben standardisierte Behandlungsmaßnahmen gemäß der
Richtlinien/Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft. In unserem interdisziplinären Brustzentrum
und der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie in weiteren zertifizierten medizinischen
Fachbereichen werden solche Daten erhoben und ausgewertet.
Zur Struktur- und Prozessqualität liegen konkrete anerkannte Merkmale und Kriterien vor, so dass
perspektivisch einzuleitende Maßnahmen aus beiden Qualitätsgebieten gut geplant, korrekt beschrieben
und umgesetzt werden können. Als Dokumente dienen hierzu die fachbereichsspezifischen
Qualitätsmanagement Handbücher. Die Messung und Bewertung der Zielerreichung in allen
medizinischen Fachbereichen wird jährlich im Management-Review des Klinikums abgebildet.
D-2.3 Kommunikation der Ziele und der Zielerreichung
Zur Kommunikation der strategischen und operativen Ziele mit allen Mitarbeitern, Kooperationspartnern
und Kunden des Klinikums stehen folgende Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung:
● Klinik-Rundschau (mit wichtigen allgemein interessierenden Themen aller Fachbereiche des
Klinikums)
● Intranet (als umfassende Informationsplattform für alle Nutzer im Klinikum)
● QM- Handbücher (im Intranet)
● Internetpräsentation (Abbildung des Leistungsspektrums aller Kliniken und Fachbereiche)
● Flyer und Broschüren (von verschiedenen Kliniken, Fachbereichen und interdisziplinären Zentren
als Patienteninformation)
● Stipp-Visite (Zeitschrift für Patienten und Mitarbeiter als Information zum Klinikgeschehen)
● per e-mail (wichtige Informationsplattform zu Themen, Terminen und aktuellen Ereignissen, zeitnah
für alle Nutzer)
● Beratungen der Geschäftsführung mit Leitern der medizinischen Einrichtungen und
Verwaltungsbereichen in geplanten Zyklen
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