D-4 Instrumente des Qualitätsmanagements
Zu den in der Klinikum St. Georg gGmbH etablierten Instrumenten des Qualitätsmanagements zählen:
● Überwachung der gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen
● Gewährleistung von Patientensicherheit mit Fehler- und Risikomanagementsystemen z.B. dem
Critical Incident Reporting System (CIRS)
● Hygienemanagement
● Patientenbefragungen
● Einweiserbefragungen
● interne Vorschriften und Standards sowie die Durchsetzung externer und interner Leitlinien
● interne und externe Audits (strukturierte Begehungen)
● interne und externe Weiterbildung unter Einbeziehung des eigenen Bildungszentrums
● Herausgabe von Infobroschüren und Flyern zur Patienteninformation
An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Beispiele zur Umsetzung von Qualitätsmanagement mit Hilfe
der genannten Instrumente aufführen und genauer beschreiben:
Qualitätssicherung
(am Beispiel der Anwendung von Blutprodukten)
Die Transfusionskommission unter Leitung des Transfusionsverantwortlichen stellt sicher, dass in den
medizinischen Fachbereichen die betreffenden Mitarbeiter zur Anwendung von Blutprodukten, nach der
Arbeitsvorschrift und Leitlinie der Bundesärztekammer, geschult werden. Durch Kontrollen wird die
Vorbereitung, Durchführung, Überwachung und Nachsorge der Transfusion nach Maßgabe der Richt- und
Leitlinien überwacht und die patienten- und produktbezogene Dokumentation sichergestellt.
Fehler- und Risikomanagement (CIRS)
Im Ergebnis der Ende 2007 im Klinikum durchgeführten Risikoanalysen nach den Vorgaben der
Gesellschaft für Risikoberatung mbH (GRB), wurde im Jahre 2008 mit der Installation des CIRS-Fehler/
Risiko Managementsystems "riskop" begonnen und bis 2012 fast alle Klinikbereiche einbezogen.
Schrittweise soll dieses Fehlermanagementsystem in der ganzen Unternehmensgruppe eingeführt
werden. Unter Wahrung der Anonymität und Schweigepflicht werden von klinikbezogenen
Auswertungsteams oder dem Zentralen Auswerteteam alle Fehler und Risikomeldungen analysiert,
bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet sowie Feedbacks an die betreffenden Kliniken und
Fachbereiche organisiert. Neu eingeführt wurde ein Überwachungs- und Rapportsystem um die Risiken
der Meldungen besser einzuschätzen und die Bearbeitung zu steuern. Das Meldesystem orientiert sich
eng an den Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit. Mit der Nutzung von
CIRS eröffnet sich die Chance, Risiken im klinischen Bereich frühzeitig zu identifizieren.
Hygienemanagement
Das Hygienemanagement im Klinikum obliegt dem Geschäftsbereich Krankenhaushygiene und
Sicherheitsmanagement. Diese Abteilung bearbeitet die Koordinierung, Planung und Entwicklung der
Gesamtaktivitäten des Klinikums zu hygienischen Fragestellungen, die hygienischen Beratungen und
Kontrollen der Kliniken, Institute und aller weiteren Fachabteilungen sowie die hygienische Aufklärung und
Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter der St. Georg Unternehmensgruppe. Schwerpunkte der Tätigkeit
sind:
● Erstellung und Aktualisierung des Hygieneplanes des Klinikums und Mitwirkung bei der Erstellung
bereichsspezifischer Hygienepläne
● Erstellung hygienischer Standards (z.B. Verhalten bei Patienten mit multiresistenten Erregern)
● Hygienische Überwachungsuntersuchungen von Geräten, Medien und technischen Prozessen
(Endoskopie, Sterilisatoren, Desinfektionsgeräte, Trink- und Badewasser)
● Erfassung meldepflichtiger Erkrankungen; Ableitung erforderlicher Maßnahmen
● Erfassung und Bewertung der Verbreitung von Keimen mit Multiresistenz; Ableitung erforderlicher
Maßnahmen
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