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Routinekontrolle, da Beschwerden häu-

fig erst spät auftreten. Bleiben die schä-

digenden Einflüsse unerkannt, werden

mit der Zeit auch die feinporigen Mem-

branen der Nierenfilter angegriffen.

Sie sind dafür zuständig, Substanzen

zurückzuhalten, die der Körper benötigt,

und schädliche Stoffe auszuscheiden.

Werden die Filtermembranen durchlässig

für lebensnotwendige Blutbestandteile

wie Eiweißstoffe, lässt sich das Eiweiß

Albumin im Urin nachweisen (Mikroal-

buminurie). Neben weiteren Labortests

ist dies das erste sichere Zeichen dafür,

dass das Nierengewebe geschädigt ist.

Nieren brauchen Hilfe

Wird die Nierenerkrankung in diesem

Stadium nicht erkannt und behandelt,

schreiten die Schädigungen weiter fort.

Mit der Zeit nimmt die Anzahl der

funktionstüchtigen Filtereinheiten

immer weiter ab. Die verbleibenden

Nierenkörperchen übernehmen zwar

die Aufgaben der geschädigten, sind

damit aber auf Dauer überfordert und

gehen schneller zugrunde. Dies führt zu

einer veränderten Harnausscheidung

wie geringerem oder vermehrtem

Wasserlassen. Außerdem sind die Nieren

nicht mehr in der Lage, bestimmte mit

der Nahrung aufgenommene Stoffe aus-

zuscheiden. Vor allem Kreatinin, Kalium,

Phosphat und Harnstoff reichern sich

zunehmend im Blut an. Irgendwann

kommt es zum vollständigen Versagen

der Nieren (terminale Niereninsuffizienz).

Dann müssen die Dialyse oder eine

transplantierte Niere die lebenswichtige

Filterfunktion übernehmen.

NIERENVERSAGEN – HÄUFIGSTE URSACHEN

Diabetes mellitus:

Schädigung des Nierengewebes durch schlecht

eingestellte Blutzuckerwerte

Bluthochdruck:

Allmähliche Schädigung der Nierengefäße durch

dauerhaften Hochdruck

Glomerulonephritis:

Schwere Nierenfilterentzündungen durch körpereigene

Abwehrreaktionen gegen Bestandteile der Niere

Zystennieren:

Erblich bedingte flüssigkeitsgefüllte Hohlräume in den Nieren

Pyelonephritis:

Chronische Entzündung des Nierenbeckens und der

Harnwege durch Bakterien

Medikamente:

Meist durch beständigen Schmerzmittelgebrauch