

SELBSTHILFE
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Kraft
tanken
Ob ein Treffen mit anderen Nierenkranken oder eine fachliche Beratung –
es gibt viele Möglichkeiten, Unterstützung zu bekommen.
A
lle Nierenersatzverfahren bringen
für Betroffene große Herausforde-
rungen im Alltag mit sich. Manche
belastet dabei die Abhängigkeit von
Maschinen, Dialyseterminen, Laborwer-
ten oder medizinischem Personal. Oft
leiden Patienten zudem unter gesund-
heitlichen, privaten oder beruflichen
Problemen, die sich im Laufe der Thera-
pie entwickeln können. Der Beistand
von Familie, Freunden und Bekannten
ist in dieser Situation besonders wichtig.
Das KfH unterstützt seine Patienten
ebenfalls über die medizinische Versor-
gung hinaus bei sozialen und rechtli-
chen Fragen. Dafür verfügt das KfH
über eine allgemeine Sozialberatung
mit speziell geschulten Fachleuten, die
Betroffene auch bei lebenspraktischen
Angelegenheiten unterstützen. Zum
Beratungsangebot gehören zum Beispiel
Informationen über Leistungen der
gesetzlichen Kranken-, Pflege- und
Rentenversicherung, die Unterstützung
beim Ausfüllen von Anträgen, die
Beantwortung von ausländerrechtlichen
Fragen oder die Hilfe bei der Vorberei-
tung einer Urlaubsdialyse. Außerdem
gibt es in den KfH-Behandlungseinrich-
tungen Seminare und Vorträge, bei
denen sich Patienten über das Leben
mit einer Nierenerkrankung und die
Behandlungsmöglichkeiten informieren
können.
Auch Selbsthilfegruppen und Interes-
sengemeinschaften stehen Ratsuchen-
den zur Seite. Dazu gehört, gemeinsam
schwierige Lebenslagen zu meistern
und sich vor Isolation zu schützen. Weil
Selbsthilfegruppen meist von Betroffe-
nen geleitet werden, ist es möglich, sich
auf Augenhöhe auszutauschen. Mehr
Informationen über die unterschiedli-
chen Angebote und Aktivitäten findet
man im Internet.
Zuhören und Mut machen
Für Familienangehörige und Partner,
die entscheidend zur Bewältigung der
Krankheit beitragen, gibt es vielfältige