B-[6].2 Medizinische Leistungsangebote der Organisationseinheit/Fachabteilung
Es wird das gesamte Spektrum der Visceralchirurgie angeboten, insbesondere die große viscerale
Tumorchirurgie. Der Schwerpunkt liegt vor allem in der Chirurgie des Kolons, des Rektums und sowie der
Leber, des Ösophagus und des Pankreas.
Die Kompetenzen der Klinik bestehen insbesondere in:
● Laparoskopische Kolonchirurgie einschließlich Transanaler Endoskopischer Mikrochirurgie (TEM),
● Staplerhämorrhoidopexie nach LONGO I, STARR - Operation (Stapled Transanal Rectal Resection)
zur Behandlung des Obstruktions - Defäkations-Syndroms (ODS) bei Rektocelen nach LONGO II,
● Sakrale Nervenstimulation (SNS),
● Chirurgische Funktionsdiagnostik mit Ösophagus- und Analsphinktermanometrie, pH-Metrie,
Magenbandimplantation.
Als Innovationen wurden seit 2009 die „narbenfreie“ laparoskopische Cholezystektomie und
Adrenalektomie mit einem Zugang (Single Port), sowie die Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie
(HIPEC) nach ausgedehnter Tumorresektion („Zytoreduktion“) wegen Peritonealkarzinose eingeführt.
Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Ernährungsmedizin dar.
In Kooperation mit der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin verfügt die
Klinik über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Herzschrittmacher - und Defibrillatorimplantation
Ein besonderer Versorgungsschwerpunkt ist die
endokrine Chirurgie. Hier werden Erkrankungen von Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere
behandelt. Dabei sind die Fachärzte spezialisiert auf minimal-invasive endoskopische Operationen. Die
Schilddrüsenresektion erfordert stets eine subtile Wertung der Befunde und eine entsprechend
abgestimmte Therapieplanung. Insbesondere bei Tumorverdacht muss die Behandlung individuell
gestaltet werden.
Für einzelne Tumore konnte die Heilungschance in den letzten Jahren von 30% auf über 60% gesteigert
werden. Bei isolierten Befunden an der Schilddrüse können 10-20% der Fälle minimal-invasiv, offene
Eingriffe mit Schnitten kleiner 3 cm geplant werden. Operationen an den Nebennieren können in 70-80%
in Schlüssellochtechnik, d. h. laparoskopisch durchgeführt werden.
Ziel eines endokrinen Schwerpunktes ist es auch, komplexere Erkrankungsbilder (mit Beteiligung
mehrerer Organe) in Einzelfällen mit genetischen Ursachen zu erkennen und einer adaptierten familiären
Abklärung und Behandlung zuzuführen. Ganz wesentlich ist eine multidisziplinäre Zusammenarbeit mit
weiteren Fachbereichen, wie z. B. der Nuklearmedizin, der Inneren Medizin, der Pädiatrie und anderen
klinisch und wissenschaftlich arbeitenden Spezialdisziplinen.
Eine Auflistung der spezifischen Versorgungsschwerpunkte finden Sie in der nachfolgenden tabellarischen
Übersicht.
Seite 45 von 311
1...,38,39,40,41,42,43,44,45,46,47 49,50,51,52,53,54,55,56,57,58,...314