Eine komplexe und interdisziplinäre Therapie und Versorgung von frischen Verletzungen und
Verletzungsfolgen wird durch die Integration der Klinik in das Traumzentrum erreicht. Hier wird mit der
Klinik für Neurochirurgie und der Klinik für Plastische Chirurgie eng kooperiert. Die interdisziplinäre
Ausbildung der Ärzte und die Abstimmung der Behandlungskonzepte mit den chirurgischen und
intensivmedizinischen Abteilungen sind Hauptziele der Mitarbeit im Zentrum für operative Medizin des
Klinikums. Die bestmögliche Versorgung von Schwerstverletzten in Kooperation mit Partnerkliniken und
unter standardisierten Qualitätsmaßstäben ist somit garantiert.
Die Klinik ist im Besonderen auch zur Behandlung von Arbeitsunfällen und deren Folgezuständen von den
Berufsgenossenschaften befugt (Verletzungsartenverfahren).
Die Klinik beteiligt sich an zahlreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen. Insbesondere mit den
Ergebnissen der gesetzlich verpflichtenden Qualitätsmessung wird sich in der Klinik intensiv
auseinandergesetzt. Ein ständiger Verbesserungsprozess ist die Folge. Der Gesetzgeber hat für
endoprothetische Operationen des Knies Mindestmengen vorgeschrieben, um Qualität durch ein
Höchstmass an Erfahrung zu garantieren. Diese Mindestmengen werden durch die Klinik in vollem
Umfang erfüllt.
Neben der täglichen klinischen Arbeit ist die wissenschaftliche Tätigkeit von großer Bedeutung.
Regelmäßig stattfindende unfallchirurgische Symposien, teilweise auch mit Workshops und
Operationskursen bieten nicht nur den eigenen Mitarbeitern sondern im Besonderen auch den in der
Region tätigen Ärzten die Möglichkeit der wissenschaftlichen Fortbildung.
B-[7].1.1 Fachabteilungsschlüssel
Fachabteilungsschlüssel
1 (1600) Unfallchirurgie
2 (2300) Orthopädie
3 (2315) Orthopädie/Schwerpunkt Chirurgie
B-[7].1.2 Art der Fachabteilung "Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie"
Abteilungsart:
Hauptabteilung
B-[7].2 Medizinische Leistungsangebote der Organisationseinheit/Fachabteilung
Die Versorgung von Patienten mit frischen Verletzungen aller Schweregrade nach Unfällen (einschließlich
polytraumatisierter Patienten) ist ein wichtiges Arbeitsgebiet der Klinik. Aktuelle Operationsverfahren und
Implantatsysteme werden dafür eingesetzt. Beispielhaft wurden im Jahr 2012
● anatomisch vorgeformte Plattensysteme zur Versorgung von Klavikulafrakturen,
● Cerclagensysteme zur Versorgung komplizierter Frakturen und
● winkelstabile Plattensysteme zur sicheren Fixation von Kalkaneusfrakturen
erstmals verwendet.
Die Wirbelsäulenchirurgie ist eine tragende Säule der Klinik. Sie beinhaltet sämtliche Operationen im
Bereich der
Wirbelsäule,
einschließlich dorsale und ventrale Stabilisierungen,
Wirbelkörperersatztechniken und minimalinvasive Verfahren. Im Jahr 2010 wurde u.a. ein neues
minimalinvasives dorsales Operationsverfahren (Osseofix)
eingeführt.
Im Kyphoplastie-
Operationsverfahren sind weitere Fachärzte qualifiziert wurden.
Im planbaren elektiven Bereich liegen die Versorgungsschwerpunkte in der Behandlung aller
degenerativen und posttraumatischen Zustände des Stütz- und Bewegungssystems. Im Focus stehen
dabei der endoprothetische primäre Gelenkersatz aber auch Wechseloperationen und die Arthroskopie
bzw.
arthroskopisch assistierte OP-Verfahren.
Weiterhin führen wir gelenkerhaltende
Umstellungsoperationen im Hüft- und Kniegelenksbereich durch.
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