Der Kernbereich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (47 Betten) wird in diesem Kapitel beschrieben.
Zugeordnet sind hier der Versorgungsbereich der Allgemeinen Pädiatrie und der Ambulanzbereich. Die
Behandlungsschwerpunkte sind die Nephrologie, die Gastroenterologie sowie die Pulmologie und
Neuropädiatrie. Eine wichtige klinische Aufgabe ist die Notfallmedizin. Es besteht eine 24h
Akutversorgung ambulant vorgestellter Kinder und Jugendlicher bei Unfällen, Erkrankungen mit Atemnot,
Fieber, Erbrechen, Hirnhautentzündungen, Durchfall, Stoffwechselentgleisungen und Vergiftungen.
Der Kernbereich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin verfügt über 3 Bettenstationen mit insgesamt 47
Betten darunter eine Kinder-IMC mit 6 Betten für schwerkranke, beatmungspflichtige Kinder. Kinder und
Jugendliche aus den operativen Bereichen (Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Klinik für
Unfallchirurgie und Orthopädie, Klinik für Plastische- und Handchirurgie) werden in der Kinderklinik
mitbetreut. Zum modernen patientenfreundlichen Kinderkrankenhaus gehören die Möglichkeit zur
Mitaufnahme von Eltern und das Aufheben aller Besuchseinschränkungen.
Die Verweildauer im Kernbereich der Klinik liegt bei durchschnittlich 3,8 Tagen.
Die Kinder und Jugendlichen sind in Ein- oder Zweibettzimmern untergebracht. Alle Zimmer befinden sich
in sanierten Gebäuden und verfügen über ein hohes Ausstattungsniveau. Die Stationen haben großzügige
Aufenthalts- und Spielräume.
Die Versorgung der Kinder und Jugendlichen während des Krankenhausaufenthaltes ist entsprechend der
Erkrankung standardisiert und folgt einer genauen Planung. Eine schnelle Diagnostik und Therapie wird
gewährleistet.
Die Klinik bietet neben der akutstationären Versorgung ein spezialisiertes Spektrum zur ambulanten
Behandlung an. Wichtige Angebote dabei sind:
● Kinder-Notfallambulanz am Standort Eutritzsch: Etwa die Hälfte aller stationär betreuten Patienten
der Klinik für Kinder - und Jugendmedizin wird über diese Notfallsprechstunde eingewiesen.
● Allgemeinpädiatrische Sprechstunde am St. Georg. Nach der wissenschaftlichen Neuausrichtung
der Sprechstunde durch Frau OÄ Dr. med. habil. Diez, einer Kinderärztin mit Subspezialisierung für
pädiatrische Pulmologie, Allergologie und Umweltmedizin, ist die Frequentierung dieser
Sprechstunde deutlich angestiegen.
● Studienambulanz: Im Oktober 2003 wurde gemeinsam mit dem Umweltforschungszentrum Leipzig -
Halle GmbH eine Studienambulanz eröffnet.
● Die Pädiatrische Spezialambulanzen:
● Nephrologie: Frau Oberärztin Dr. med. Wygoda, Leiterin der KfH-Kinderdialyse, zertifizierte
Kindernephrologin.
● Gastroenterologie: Herr Prof. Dr. med. habil. Richter, zertifizierter Kindergastroenterologe mit
Sprechstunde „Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung". Parallel zur gastroenterologischen
Spezialsprechstunde wurde eine pädiatrische gastroenterologische Endoskopie im Haus 20
etabliert.
● Rheumatologie/Immunologie und Infektiologie: Herr Prof. Dr. med. habil. Borte, zertifizierter
Kinderrheumatologe und Infektiologe mit Ambulanz „Rheumatologie, Immunologie, Infektiologie,
Reisemedizin und Impfberatung".
● Neonatologie: Frau Prof. Dr. med. habil. Robel - Tillig mit Spezialsprechstunde für Neurologische
Nachuntersuchung neonatologischer Risikopatienten bis zum 2. Lebensjahr.
Im April 2007 wurde Herr Prof. Dr. med. habil. Richter gleichzeitig zum Chefarzt der Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin am Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH (einem Tochterunternehmen der Klinikum St.
Georg gGmbH) in Wermsdorf berufen. In dieser Kinderklinik werden neben akut-pädiatrischen
Krankheitsbildern besonders Patienten mit psychosomatischen Problemen behandelt. Damit können auch
Leipziger Patienten entsprechende Betreuungsformen angeboten werden.
Es bestehen Kooperationen mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) Leipzig, welches ebenfalls auf
dem Krankenhausgelände in der Delitzscher Straße ansässig ist.
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